Unterrichtsgang zum KZ Dachau

Dachau1

Dieser Ort macht sprachlos, fassungslos. Einige Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 9a und 10mi besuchten die Gedenkstätte des Konzentrationslagers Dachau. Es war eines der ersten KZs während der grausamen nationalsozialistischen Diktatur. Vieles ist noch genauso erhalten wie es damals war. Ein beklemmendes Ohnmachtsgefühl kommt auf, als wir das Tor durchqueren, das damals auch alle Häftlinge passierten. „Arbeit macht frei!“ heißt es da und verhöhnt doch nur die in Haft genommenen Männer.

Politisch anders gesinnte Männer, Geistliche, Homosexuelle oder auch Jugendliche wurden ins KZ verschleppt, das sie nur zur Zwangsarbeit wieder verließen. Kein Häftling wusste, ob er das Lager jemals wieder lebend verlassen würde. Junge Mädchen, die nicht wie üblich geflochtene Zöpfe, sondern ihr Haar offen trugen und vom NS-Regime verbotene Swing-Musik hörten, wurden ebenfalls eingesperrt. In München-Giesing Nähe des Agfa-Gelände war eine Außenstelle des KZs für Frauen, was uns alle sehr überraschte. Doch was geht uns junge Leute das heute an? Die Vergangenheit können wir nicht mehr ändern, aber wir tragen Verantwortung für die Zukunft sowie deren Gesellschaft und Politik. Im anschließenden Reflexionsgespräch mit Hr. Schulz, der uns durch die gesamte Anlage führte, kamen von den Schülerinnen und Schülern Themen wie Ankerzentren für Geflüchtete oder das Polizeiaufgabengesetz auf. So konnten durch eine Gesetzesänderung im Jahr 1933 Menschen ohne Angabe von Gründen festgehalten und unter menschenunwürdigsten Bedingungen weggesperrt werden. Und das sollte sich niemals wiederholen, da sind wir uns alle einig. Die Gedenkstätte des KZs machte uns alle sprachlos, fassungslos.